
(im jährlichen Wechsel) – Hansemarkt alle zwei Jahre am Sonntag nach Pfingsten
Wussten Sie schon, dass Vreden einmal eine Hansestadt war? Bekannt ist, dass bereits im 13. Jh. erste Handelsverträge zwischen Vreden und Coesfeld geschlossen wurden. Wie Coesfeld war auch Vreden auf den Verkehr zu den Ijsselstädten Zutphen, Deventer und Kampen in den Niederlanden angewiesen, die damals Westfalens Tor zur Welt bedeuteten. Die politischen Beziehungen Vredens zur Hanse begannen allerdings erst im 16 Jh. Seit 1524 war Vreden eine „hansische Stadt“, die zusammen mit den Städten Bocholt, Borken, Dülmen und Haltern unter der Führung Coesfelds zu den Städten des Quartiers auf dem Braem gehörte. Eine zeitlang wurden die Handelsbeziehungen zwischen Westfalen und den Niederlanden, nach Schiffbarmachung der „Berkel“ ab ca. 1591, aufrecht erhalten. Jedoch erhielt im Dreißigjährigen Krieg das hansische Leben Westfalens seinen Todesstoß.*
In Gedenken dieser Geschichte Vredens, findet alle zwei Jahre der Hansemarkt statt. Auch die Geschäfte haben an diesem Tag von 13.00 – 18.00 Uhr geöffnet.
* Quelle: Vreden an der Jahrtausendwende, Landschaft und Geschichte, Hermann Terhalle, Hrg. Heimatverein Vreden im Selbstverlag 1999, S. 194 f., S. 245 f.